Jassir Arafat vor 8 Jahren mit radioaktivem Material vergiftet

Gerade auf Al Jazeera gefunden: 8 Jahre nach dem Tod des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafats in Paris gibt es jetzt nach einer Untersuchung von Al Jazeera erste Anzeichen über die Todesursache .

Am 12. Oktober 2004 wurde Arafat recht plötzlich krank, obwohl er bei bester Gesundheit war. Nach einer Obduktion wurde kein Gift in seinem Körper gefunden, nun wurden aber angeblich Reste des radioaktiven Materials Polonium in seinen Kleidern gefunden. Die Tests wurden von dem Schweizer Institut für Radiophysik in Lausanne durchgeführt und der Leiter Dr. Francois Bochud sagte, dass sie ungewöhnlich hohe Mengen von Polonium-210 in seinen Habseligkeiten gefunden haben, die auch Spuren von Arafats Körperflüssigkeiten enthielten.

Ein weiteres berühmtes Opfer von Polonium-Vergiftung war der russische Dissident Alexander Litwinenko, der 2006 in London starb.

Twitter tweetet transparent

Erster Twitter Transparenzreport

Wollte auch mal einen spiegelesken Alliterationstitel machen und hier hört es sich auch lächerlich genug an ;) . Aber zum Thema: Nach Google (schon berichtet) hat jetzt auch Twitter einen Transparenz-Report herausgebracht und das pünktlich zum Unabhängigkeitstag in den USA. Twitter verweist sogar darauf, dass sie von Google inspiriert wurden.

Veröffentlicht werden erstens Regierungsanfragen über Nutzerinformationen und über Löschung von Inhalten und zweitens die Sperrung von Inhalten wegen Copyright Verletzungen. Der Report bietet dazu Informationen ob Twitter den Anfragen gefolgt ist.

Wer will Twitter Daten und warum?

Die Anfragen kamen hauptsächlich aus den USA, wo in diesem Jahr bisher 679 Anfragen auf Nutzerdaten gestellt wurden, von denen Twitter 75% rausgegeben hat. Nur in Japan gab es an die 100 Anfragen, in sonstigen Staaten, wie auch Deutschland, gab es meist weniger als 10 Anfragen.

Über einen aktuellen Fall berichtet die Zeit (und vorher die New York Times): In New York sind letzten Herbst 700 Occupy Demonstranten wegen Ruhestörung angeklagt worden und nun hat ein Gericht Twitter Informationen von einem der Demonstranten angefordert. Das Gericht erwartet, dass der Angeklagte vor Gericht aussagen will, dass die Polizei schuld sei, dass die Demonstration auf die Straße geleitet wurden. Seine Tweeds sollen wohl das Gegenteil beweisen. Man bewegt sich heute offensichtlich auf einem immer schmaleren Grat wenn es um das Teilen seiner Gedanken im Äther geht.

Seite über blockierte Internetseiten zum Mitmachen

Twitter ist gleichzeitig eine Partnerschaft mit der interessanten Seite Herdict.org eingegangen. Auf dieser Seite kann jede Internetnutzerin angeben, ob eine Internetseite in ihrem Land verfügbar oder eben nicht verfügbar ist. In Deutschland sind im Moment fast 1000 Seiten gesperrt, davon 54% politische und sozial Seiten, wenn man den Nutzern von Herdict glauben kann. Die meisten Seiten werden in China und Vietnam geblockt, mit mehr als 2000 beziehungsweise zirka 1700 gesperrten Seiten.

Zeit fürs Sommerloch!

Brasilianischer Fußball-Samba Fehlanzeige

Hm, war wohl nicht viel los hier in letzter Zeit.  Ich muss einfach zugeben, dass ich in den letzten Tagen keine Themen gefunden habe, die ich spannend genug fand, um etwas ausführlicher darüber zu schreiben. Doch für einen kleinen Abriss über ein paar Themen reichte es:  Da war doch der UN Nachhaltigkeitsgipfel Rio +20 und was war mit den ukrainischen Fußballmenschenrechtsverletzungen? Bei Rio +20 war wohl das Haltbarkeitsdatum lange vorher abgelaufen und vom Rest hat eine doch recht lahme Europameisterschaft abgelenkt.

Obama im Glück: Krankenversicherung ist eigentlich eine Steuer

Ach aber was ist da eigentlich in den USA los? Das amerikanische Verfassungsgericht hat doch noch entschieden, dass Obamas Krankenversicherung nicht wirklich gegen die Verfassung verstößt. Also eigentlich verstößt das meiste der Versicherung schon gegen die Verfassung, aber die Versicherungspflicht als solche ist ja wie eine Steuer und der Staat darf grundsätzlich Steuern erheben, sagt sein Chefrichter John Roberts. Wie?? Na Probleme haben die. Da denkt man doch eigentlich, was interessiert das uns überversicherte Europäer eigentlich, wie die Menschen in den USA ihre Herzoperationen bezahlen?

Lebt denn die alte Holzmerkel noch?

ESM und Fiskalpakt sind soeben vom Bundestag angenommen worden. Kurzgefasst, die Parlamente müssen in guten Zeiten sparen, damit sie in schlechten Zeiten noch mehr sparen können. Als kleine Zugabe bekamen die Banken auf dem hiesigen EU-Gipfel auch gleich noch direkte Finanzhilfen in Aussicht gestellt. Merkel hat natürlich versprochen, dass die deutsche Regierung und sogar der Bundestag ein Vetorecht bei der Bankenhilfe haben. Und Einknicken wird Merkel sicher nicht so lange sie noch lebt. Ob bei Eurobonds oder sonstigen Finanzwerkzeugen…

Gut, dass jetzt die politische Sommerpause anfängt. Politiker und besonders die Medien graben dann ja immer die abstrusesten Geschichten aus, um die Bürger beziehungsweise Leser am Ball zu halten, denn der wird dieses Wochenende erst einmal wieder aufhören zu rollen.

Vielen Dank fürs Lesen. Frederik

Rumäniens Kampf gegen politische Korruption

1. Höchste Freiheitsstrafe eines hochrangigen Politikers

Mehrere Nachrichtenportale berichteten heute, dass der ehemalige rumänische Ministerpräsident Adrian Năstase zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe wegen Korruption verurteilt wurde. Die Presse berichtet, dass Năstase im Wahlkampf um das Amt des Präsidenten 2004, das er überraschend gegen den jetzigen Amtsinhaber Traian Basescu verlor, 1,6 Millionen Euro Wahlkampfgelder veruntreut haben soll. Năstase will Berufung einlegen und sieht sich als Opfer einer Schmutzkampagne durch Basescu. Die rumänische Agentur Mediafax berichtete erst, dass die Freiheitsstrafe ohne Bewährung ausgesetzt wurde, Hotnews spricht von einer Bewährungsstrafe. Beide Agenturen melden, dass gegen die Entscheidung keine Berufung eingelegt werden kann. Es ist trotzdem die härteste Strafe gegen einen hochrangigen Politiker wegen Korruption in Rumänien. Năstase war von von 2000 bis 2004 rumänischer Ministerpräsident der Sozialdemokraten, die noch viele Altkommunisten des Ceaușescu-Regimes beherbergen.

2. Weitere Anklagen gegen Năstase laufen

In einem Korruptionsprozess im Dezember 2011 über die Veruntreuung von 400.000 Dollar wurde Năstase wegen fehlender Beweislage freigesprochen und es läuft eine weitere Anklage gegen einen Wohnungskauf in Bukarest, der mit 11.000 Euro weit unter dem Marktwert lag. Die WAZ-Gruppe schreibt, dass seine Frau Dana auch wegen der Benutzung gefälschter Zollpapiere zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Huffington Post zitiert einen berühmten rumänischen Journalisten: “Natürlich wird jeder bis  zum Lebensende von Năstase sagen, dass es eine Ungerechtigkeit war. Aber es ist ein Meilenstein in der rumänischen Rechtsgeschichte, das Menschen, die wie Halbgötter scheinen tatsächlich im Gefängnis landen können”.

3. Rumänien im Korruptionsindex auf hinterem Platz in Europa

Der Corruption Perception Index von Transparency International misst die “wahrgenommene” politische Korruption in einem Land. Wahrgenommen, weil ein genauer Wert bei Korruption kaum möglich ist und so quasi das aktive Empfinden der Korruption in der Bevölkerung gemessen wird. Rumänien rangierte im Jahre 2011 auf Platz 75, gleichauf mit der Volksrepublik China und gerade einen Platz vor Gambia und nimmt damit einen der letzten Plätze in Europa ein. Deswegen ist es umso bedeutender, dass mit diesem Urteil ein Zeichen gesetzt wurde. Es kann persönliche Konsequenzen haben, sich auf Kosten der Bevölkerung zu bereichern und Macht auszunutzen. Rumänien ist auf dem richtigen Weg!

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Wer kennt schon den serbischen Präsidenten in Brüssel?

Diesmal im Programm ein Fund von Facebook: Catherine Ashton, ihres Zeichens Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, hier in einem Video kurz vor einem Treffen heute mit dem neuen serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic in Brüssel (konnte das Video leider nicht direkt hier einfügen, aber über den Link kann man es sehen) . Darin spielt sich folgendes Schauspiel ab:

Szene: Handelsüblicher Korridor irgendwo in einem Gebäude der Europäischen Union. Im Hintergrund ein vereinsamter Anzugträger. Ashton folgt ihrer Mitarbeiterin in schneller Abfolge. Plötzlich dreht sich Ashton um und ruft nach einem gewissen Robert, wohl einem ihrer Assistenten und sagt: “Jemand muss mit mir kommen, weil ich nicht weiß wie er aussieht. Wer weiß es? Wer weiß wie er aussieht?” Dann hört man nur Gestammel der Mitarbeiter im Off und Ashton verschwindet nach rechts. In der nächsten Szene kommt sie mit dem serbischen Präsident wieder heraus, lässt sich nichts anmerken und freut sich natürlich riesig, dass der Präsident endlich da ist! Man posiert sich vor  den Fahnen. Ausblenden.

Natürlich ist Serbien kein Mitglied der EU und Nikolic ist auch erst seit Ende Mai Präsident Serbiens, aber die Vorbereitung auf ein Treffen mit einem europäischen Staatsoberhaupt bei der Außenbeauftragten der EU sollte doch eigentlich etwas besser vorbereitet sein…

Vielen Dank fürs Lesen. Frederik

100 Empfehlungen für eine nachhaltige Entwicklungspolitik – Rio +20

Die nächste Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und nachhaltige Entwicklung wird dieses Jahr vom 20.-22. Juni in Rio, Brasilien, stattfinden. Die Konferenz findet genau 20 Jahre nach der ersten Konferenz von 1992 statt, die auch in Rio abgehalten wurde und deswegen heißt sie natürlich Rio +20. Die Konferenz steht auch in der Tradition der UN-Klimakonferenzen von Kyoto bis Kopenhagen.

Auf der einer Seite zu Rio +20 (hier) wurden aus Ideen von über 10.000 Teilnehmern 100 Empfehlungen zur nachhaltigen Entwicklung ausgearbeitet. Und von diesen 100 können nochmal 30 per Wahl auf der Seite ausgewählt werden, die dann direkt auf der Konferenz beraten werden.

Die Seite ist natürlich nur in den offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen verfügbar, nicht in Deutsch. Da das hier aber ein Blog in deutscher Sprache sein soll, habe ich die 100 Empfehlungen übersetzt. Es ist einiges an Text herausgekommen, aber es lohnt sich um einen sich einen guten Überblick über die Debatte in der nachhaltige Entwicklung zu erhalten. (Die Farben orientieren sich an der originalen Seite zur leichteren Orientierung):

1. Nachhaltige Entwicklung für Armutsbekämpfung 

  • Verringern von Armut, indem man biokulturelle Vielfalt, Sprachenrechte und interkulturellen Dialog durch die Einführung einer neutralen internationalen Sprache fördert.
  • Fördern von gesellschaftlichen Bewegungen und Initiativen, um Armut zu bekämpfen und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
  • Eine wirtschaftliche Eigenverantwortung erreichen, um Selbstbestimmtheit zu fördern.
  • Fördern von globaler Bildung um Armut zu beseitigen und nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
  • Förderung des Gebrauch und des Transfers von neuster Technologie als Mittel um nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
  • Verstärken der Süd-Süd Kooperation (Entwicklungsländer) in der Ausbreitung und Entwicklung von sauberen Technologien.
  • Integrierung von sozialer Gleichheit im Aufbau und in der Bereitstellung von öffentlichen Gesundheitsdienstleistungen und –systemen.
  • Förderung von Rechten der Geschlechter und der sexuellen Orientierung als Instrument um nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
  • Gewährleistung einer universellen Gesundheitsversorgung um nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
  • Verstärken des Prinzips der Nicht-Regression (non-regression) in Umwelt und Sozialpolitik. Nicht Regression heißt, dass man in neuen internationalen Verhandlungen nicht noch hinter die existierenden Regeln zurückfallen soll.

2. Wälder 

  • Regierungen sollten Agroforstwirtschaft als vielversprechende Alternative fördern um den Bedarf an Lebensmitteln und Feuerholz auszugleichen und den Druck auf Urwälder zu verringern.
  • Schützen von sprachlicher Vielfalt um traditionelles Wissen zu erhalten und Biodiversität zu erhalten.
  • Berechnen der CO2 Speicherkapazität von Waldplantagen im Kontext der grünen Wirtschaft.
  • Investition in lokal kontrollierte Wälder: fördern von Ressourcenrechten, Organisations- und Wirtschaftskapazitäten und faire Verträge mit Akteuren vor Ort.
  • Organisieren einer Kommission in den Vereinten Nationen um die die nötigen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Gelder zu mobilisieren und um globale REDD+ Aktionen umzusetzen.
  • Wiederherstellen von Waldland und Mangrovenzonen.
  • Einbringen von Prinzipien der Inklusion, der Transparenz und der Verantwortung von lokalen Akteuren in die Verwaltung von Wäldern.
  • Fördern von Wissenschaft, Technologie, Innovation und traditionellem Wissen um die größte Gefahr für Wälder zu bekämpfen: Wie kann man Wälder produktiv nutzen, ohne sie zu zerstören.
  • Unterstützen von allgemeinen Rahmenbedingungen für die Waldzertifizierung und deren Aufnahme in die Agenda von Rio 20+.
  • Die Wiederherstellung von 150 Millionen Hektar entwaldeten und degradierten Bodens bis 2020.

3. Wasser

  • Einführung des Rechts auf Wasser.
  • Wasser soll der Mittelpunkt zukünftiger Entwicklungsziele sein.
  • Herausstellen der Bedeutsamkeit von Planung und Managements von integrierter Wasser-, Energie- und Bodennutzung.
  • Stärken von solidarischen Finanzierungsmechanismen.
  • Aufbauen einer gemeinsamen Vision und die Annahme eines Aktionsplans für Abwassermanagement auf globaler Ebene.
  • Verbesserung von Wasser- und Sanitäranlagen, um die Bildung für Kinder zu sichern.
  • Ausbau und Verstärkung von globalen Mechanismen zur Kontrolle von Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene.
  • Fördern von nachhaltigem Wasserverbrauch und Gesundheit. Menschen brauchen den Zugang zu nachhaltigem Wasser und Hygiene um das nachhaltige Wachstum einer Nation zu sichern.
  • Einführung von ambitionierten und globalen Strategien um zu garantieren dass Wasser sicher und gesund ist.
  • Sicherung des Wasserangebots durch den Schutz von Biodiversität, Ökosystemen und Wasserquellen.

4. Ozeane 

  • Beobachtung und Förderung von international koordinierter Forschung zu der Versäuerung der Ozeane und deren Effekt auf maritimes Leben und Ökosysteme.
  • Vermeidung von Verschmutzung der Ozeane mit Plastik durch Bildungsarbeit und durch die Zusammenarbeit in lokalen Gemeinschaften.
  • Schutz der Ozeane durch die Annahme einer Charta über universelle Pflichten auf der Ebene der Vereinten Nationen.
  • Einführung eines globalen Abkommens zum Schutz der Biodiversität auf hoher See.
  • Gestaltung globaler Steuerungsmechanismen um die Biodiversität zu erhalten und die Einführung von allgemeinen Ressourcen in einem Szenario von wachsender Nationalisierung in maritimen Themen.
  • Entwicklung eines globalen Netzwerks von internationalen maritimen Schutzzonen.
  • Betroffene Akteure sollten sich, wenn immer möglich, über Prozeduren des Fischereimanagements einigen und sich im Voraus über geeignete Mittel verständigen, die realistische Szenarien der zukünftigen ökologischen Bedingungen und Fischbestände für die nächsten Jahre berücksichtigen.
  • Fischereimanagement sollte sich auf das Ökosystem stützen und die Bedürfnisse von allen Komponenten des Ökosystems berücksichtigen, auch von den Raubfischen.
  • Förderung der Schaffung von maritimen Schutzzonen, entworfen und co-organisiert von der lokalen Fischerei, als angemessenes Instrument um maritime Steuerung und nachhaltige Fischressourcen weltweit zu erhalten.
  • Erweiterung und Implementierung von internationalen und institutionalisierten Abkommen zum Schutz der maritimen Umwelt vor Aktivitäten auf dem Festland.

5. Nachhaltige Städte und Innovation  

  • Förderung von Möglichkeiten zum direkten Dialog zwischen Regierung, Bürgern, Unternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen und Schulen.
  • Förderung von Kultur, Vielfalt und Kreativität als Kernelement für den Aufbau nachhaltiger Städte.
  • Planung im Voraus für Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Städten.
  • Lokale Regierungen sollten energieeffiziente Serviceleistungen anbieten und nachhaltigen Konsum fördern.
  • Das Design von urbanem Raum sollte die lokale Selbstbestimmung von lokalen Gemeinden berücksichtigen.
  • Förderung von Abfallnutzung als erneuerbare Energien in urbanen Umgebungen.
  • Städte und Schulen sollten Netzwerke aufbauen um zusammen in nachhaltiger Entwicklung zu lernen und zu arbeiten.
  • Förderung der Rolle von nachhaltigen Städten als offenes Labor für Innovation in nachhaltiger Entwicklung.
  • Förderung von globalen Standards für Nachhaltigkeit in Städten.
  • Förderung von aktivem Engagement von lokalen Gemeinden um die physischen und sozialen Gegebenheiten in Städten zu verbessern.

6. Lebensmittel- und Ernährungssicherung 

  • Aufbau von Programmen die Herausforderungen der Ernährungssicherung in Verbindung mit dem Klimawandel vorausahnen und verhindern können.
  • Förderung von integrierter Planung und systemübergreifendem Zusammenfügen der globalen Agenda für Ernährungssicherheit, basierend auf einer besseren Koordination von Ernährung, Energie, Wasser und Umwelt.
  • Ernährungssicherheit sollte in Regierungsprogrammen zum Schutz der Umwelt integriert werden.
  • Entwicklung von Strategien um nachhaltige Lebensmittelproduktion für Konsumenten und Produzenten zu unterstützen.
  • Planung im Voraus für demographische Veränderungen.
  • Beschränkung von Tabakanbau.
  • Förderung von Kollaboration zwischen Regierung und Privatem Sektor um eine fairere und nachhaltigere Konsumentenwahl zu fördern.
  • Förderung von Ernährungssystemen, die nachhaltig sind und der Verbesserung der Gesundheit dienen.
  • Eliminierung von Unterernährung erzeugt durch Armut und Elend.
  • Förderung eines Engagements des Privaten Sektors in der politischen Willensbildung über nachhaltige Lebensmittelsysteme.

7. Die Ökonomie der nachhaltigen Entwicklung mit nachhaltigen Modellen für Produktion und Konsum 

  • Abhalten einer internationalen Konferenz über Global Governance 2013.
  • Förderung eines ganzheitlichen Vorgehens bei nachhaltiger Entwicklung, mit Berücksichtigung auf umwelttechnische, ökonomische, politische und soziale Aspekte.
  • Einführung eines Standards für den Ausstoß von Treibhausgasen und die Nutzung von erneuerbaren Energien um lokale Ökonomien zu stimulieren und zu festigen.
  • Ausstattung von natürlichen Ressourcen mit einem „Preisschild“, damit diese nicht mehr ökonomisch unsichtbar sind.
  • Förderung von nachhaltigen globalen öffentlichen Ausschreibungen als Anfang für nachhaltige Modelle.
  • Förderung von Prinzipien für eine grüne und FAIRE Ökonomie.
  • Benutzung von gesundheitstechnischen Indizes um Wachstum mit nachhaltiger Entwicklung zu messen.
  • Absetzung von schädlichen Subventionen und die Einführung von grünen Steuern.
  • Einsetzen einer Kommission der Vereinten Nationen um Leistungsindikatoren von nationalem Kapital zu entwickeln, das in das Bruttoinlandsprodukt (BIP) eingerechnet werden könnte.
  • Berücksichtigung von Umweltschäden und dem Maß an sozialer Entwicklung im Bruttoinlandsprodukt (BIP).

8. Arbeitslosigkeit, Menschenwürdige Arbeit und Migration 

  • Das Setzen von nationalen Zielen für grüne Jobs nach Einschätzung gegenwärtiger und zukünftiger Werte, der Genderdimensionen, der Arbeitsbedingungen und anderer Aspekte der Agenda für menschenwürdige Arbeit.
  • Ausbau der Prinzipien der weiblichen Emanzipation als ein Weg um nachhaltige Entwicklung zu fördern.
  • Erstellung einer Strategie für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der grünen Wirtschaft und für eine Investition in Job-Trainings und Trainings zu Job-Wiedereingliederung.
  • Einbindung der Pflege einer alternden Bevölkerung in die internationalen Rahmenverträge zur nachhaltigen Entwicklung.
  • Bringe nationale Regierungen dazu die Menschenrechte von Migranten mit Programmen für  temporäre Arbeitsmigranten zu respektieren.
  • Setzen von Bildung als Kern der Agenda für Nachhaltige Entwicklungsziele.
  • Schaffung eines Mechanismus in den Vereinten Nationen, ähnlich zu der Funktion der Welthandelsorganisation, um die Verminderung von Barrieren für Migration zu verhandeln und um Umweltmigranten gleichmäßig auf die Länder verteilen zu können, die sie aufnehmen wollen.
  • Verbesserung des Humankapitals, indem man den Zugang zu einer Gesundheitsversorgung, inklusive der Versorgung bei der Fortpflanzung, Investitionen in Bildung und die Selbstbestimmung der Frau fördert.
  • Regierungen sollten Ziele für sozialen Schutz und Gute Arbeit für alle bis 2030 festlegen, inklusive Gesundheits- und Mutterschaftsvorsorge, Arbeitslosen- und Schwerkrankenhilfe, sowie Schutz für Kinder und Behinderte.
  • Versicherung, dass alle Jobs und Arbeitsplätze ein Minimum an Sicherheit und Gesundheitsstandards haben.

9. Nachhaltige Entwicklung als Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise 

  • Förderung von Zahlungsmechanismen für Ökosystemdienstleistungen (welchen Wert hat z.B. ein Hektar Urwald?)
  • Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die einem Grünen Fonds zugute kommen sollte, der menschenwürdige Arbeitsplätze und saubere Technologien fördert.
  • Förderung von Ungleichheitsreduzierung als großes Ziel in der Agenda von internationalen Organisationen.
  • Förderung einer Steuerreform, die zu Umweltschutz anregt und den Armen zu Gute kommt.
  • Die Förderung einer grünen Wirtschaft muss eine strategische Wirtschaftspolitik beinhalten um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.
  • Unterstützung von Unternehmen, die nachhaltige Standards einführen, wie die Global Compact Prinzipien der Vereinten Nationen.
  • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll nicht mehr als Messwert für sozialen Fortschritt dienen.
  • Förderung von Kollaborationen zwischen verschiedenen Sektoren und auf der lokalen Ebene um die Finanzkrise zu lösen.
  • Bildungsarbeit mit zukünftigen gesellschaftlichen Führern über nachhaltige Entwicklung (PRME Initiative)
  • Neue Institutionen sollten gebildet werden um globale öffentliche Güter zu verwalten und um ein Wirtschaftsmodell zu entwickeln, das auf globalen öffentlichen Gütern aufgebaut ist.

10. Erneuerbare Energie für alle 

  • Erstellen von ambitionierten Ziele um unsere Gesellschaft in Richtung erneuerbarer Energien zu bewegen
  • Konkrete Schritte müssen unternommen werden um fossile Treibstoffsubventionen abzuschaffen.
  • Durchsetzung von Bestimmungen, die energiesparende Komponenten auf alle neuzugelassenen Autos vorschreiben.
  • Schaffung von Anreizen um von zu Hause zu arbeiten.
  • Förderung der Fahrradnutzung.
  • Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien und Energiezugang als Teil einer öffentlichen Gesundheitspolitik.
  • Die Bereitstellung von ambitionierten Steuererleichterungen beim Kauf von energieeffizienten Produkten.
  • Anreize schaffen für den Bau von energieeffizienten Gebäuden und die Modernisierung von bestehenden Gebäuden.
  • Bildung über Energieeffizienz.
  • Verpflichtende „Umweltzeichen“ auf Produkten um über die Energieeffizienz des Produkts aufzuklären.
Vielen Dank fürs Lesen. Frederik

Toilette als Menschenrecht!

Kurz vor dem Einschlafen: 40% der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen und das birgt natürlich unzählige Gesundheitsrisiken. Jack Sim, auch Mr. Toilet genannt, setzt sich dafür ein, dass auch die restlichen 2,6 Milliarden Menschen eine Toilette zur Verfügung haben. So ein “dreckiges” Thema ist für viele tabu und wird tot geschwiegen und gerade deswegen ist es toll, dass es Menschen wie Mr. Toilet gibt.

Das Video (leider nur auf Englisch) zeigt die Arbeit von Jack Sim.

In Deutschland setzt sich aber auch zum Beispiel die German Toilet Organization für das gleiche Thema ein. Auf ihrer Seite kann man mehr über das Thema erfahren.

Ich wünsche eine gute Nacht. Danke fürs Lesen. Frederik

Konferenz zu Jugendarbeitslosigkeit der Europäischen Sozialdemokraten im Live-Stream

1. Ich will einen Job und ich will ihn JETZT!

Ein Freund hat mich auf die folgende Veranstaltung aufmerksam gemacht: Am 6. und 7. Juni wird die Fraktion der Sozialisten und Demokraten im Europaparlament (S&D) eine zweitägige Jugendkonferenz veranstalten, mit dem Thema “I want a job and I want it NOW!” (“Ich will einen Job und ich will ihn JETZT!”). Die Konferenz beschäftigt sich wie der Name schon vermuten lässt, mit der Situation von europäischen 16 bis 30 Jährigen, die auf Jobsuche sind. Das Handelsblatt berichtete vor kurzem über einen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), in der die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit in der Eurozone im März 2012 auf 21,6% beziffert wird. Die Konferenz ist also passend!

2. Programm und Teilnahmemöglichkeiten

Die Konferenz, die in englischer Sprache stattfinden wird, startet am 6. Juni um 14:30 Uhr und wird am 7. Juni um 12:00 Uhr zu Ende gehen. Hier ist das volle Programm (in Englisch). Für alle, die nicht zufällig in Brüssel sind, wird die ganze Konferenz auch als Live-Stream übertragen auf der Seite der S&D übertragen. Wer dazu das ganze lieber in seiner eigenen Sprache verfolgen würde, kann dazu wohl auch einen Live-Blog auf Deutsch lesen (neben Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch). Auf Facebook kann man es hier verfolgen. Ich werde auf jeden Fall mal reinschauen und vielleicht danach nochmal berichten.

Hier noch das Plakat und ein Teaser Video zum Einstimmen:

Vielen Dank fürs Lesen. Frederik

Globalisierung aus der Sicht eines Waschbärs

Aus der Rubrik: Comics und Karikaturen. Heute ein Strip des Comics Sandra und Woo von Powree und Oliver Knörzer. Es sagt schlicht so viel über die menschliche Hektik in unserer Gesellschaft aus. Das ist was Globalisierung aus uns machen kann…

Vielen Dank fürs Lesen. Frederik

Gewinnspiel

Heute im Programm: Werbung für ein sicherheitspolitisches Gewinnspiel von den Blogs Offiziere.ch, Sicherheit Vernetzt, Seidlers Sicherheitspolitik und dem außen- und sicherheitspolitischen Internetmagazin Global Observer.

Zu gewinnen gibt es folgende Bücher (einfach auf den Titel klicken für Besprechungen):

1 x Soldatenglück:Mein Leben nach dem Überleben von Robert Sedlatzek-Müller
4 x Kriegsmaschinen: Roboter im Militäreinsatz von Hans-Arthur Marsiske
1 x Globales Rapa Nui von Allhoff/Buciak/Maas
1 x From A to B: How Logistics Fuels American Power and Prosperity von David Axe

Eigentlich alles sehr interessante Bücher!

Die Frage: An diesem Ort sind Touristen eher selten anzutreffen, auch wenn der Ort mit einer gut erhaltenen Altstadt aus dem 14./15. Jhd. auftrumpfen kann. Östlich der Hauptstadt befindet sich eine Zitadelle, ursprünglich erbaut im Jahr 1102. Wie heißt das gesuchte Land und wie heißt die gesuchte Stadt?

Der Blog Seidlers Sicherheitspolitik gibt auch noch ein hilfreiches Bild dazu:

Die Antwort geht an einsatz@offiziere.ch

Unter allen Einsendern werden die 7 Bücher verlost. Das Gewinnspiel läuft bis 8. Juni und die Gewinner werden am 11. Juni auf der Facbookseite von Offiziere.ch Sicherheitspolitik bekannt gegeben.

Viel Spaß beim Lösen!!

Und wie immer vielen Dank fürs Lesen! Frederik